Scherkl Robert

Die Bilder des Malers Robert Scherkl sind oft mehrdeutig. Dies erschließt sich dem Betrachter meist nicht beim ersten, aber oft beim zweiten Blick. Im Bild „Das Schweigen der Wälder“ beispielsweise irritiert das wie zufällig hingeworfene Damenfahrrad. Es stellt sich unweigerlich die Frage, wem es gehört und warum es dort liegt. Im Kontext mit dem Bildtitel trägt es zu einer unheimlichen und beängstigend Wirkung bei. Es stört den Frieden im Wald.

Der Frieden im Wald. Das Schweigen der Wälder. Das eine wie das andere ist: Illusion. War oder ist die Natur jemals unfriedlich – oder friedlich? Die Natur hat keinen Begriff vom Frieden. Sie ist wie sie ist. So wie die Bilder.

Scherkls Bilder sind farbgewaltig, seine Wald- und Seebilder leben von den Wasserspiegelungen, vom kräftigen, energischen Pinselduktus. Menschen fehlen, auf die Zivilisation weist der Maler mit wenigen Motiven hin.

Der 1965 geborene Robert Scherkl studierte Jura, Mode-Design, Kunstgeschichte und Philosophie in Regensburg, Trier und Berlin und promovierte schließlich in Kunstgeschichte. Seit 1993 werden seine Werke regelmäßig u.a. in Galerien, Kunstvereinen und Museen ausgestellt. Er lebt und arbeitet in München.