Schallenberg Mirko

Mirko Schallenberg

Mirko Schallenberg studierte in den frühen neunziger Jahren an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig und war im Anschluss Meisterschüler bei Professor Hermann Albert. Mittlerweile lehrt er selbst an der Akademie für Malerei in Berlin. Seine Werke sind regelmäßig in Galerien und Kunstmessen ausgestellt.

Betrachtet man die Bilder Mirko Schallenbergs fühlt man schnell, dass es eines intensiveren Hinschauens bedarf. Erst der Prozess des Betrachtens offenbart den Prozess des Malens und die Bedeutung hinter den Dingen. Dingpyramiden bilden in unterschiedlichen Formaten ein Arrangement aus Gegenständen, kleinen Lebewesen, Flora und Fauna, oft verwendet er Bretter, die als Wippe die Dinge aufnehmen. Wenngleich die Bilder auf den ersten Blick auf das Genre Stillleben schließen lassen, so handelt es sich keineswegs um „tote“ Stillleben. Der Maler lässt die Objekte zueinander sprechen und arrangiert während des Malens immer wieder um bis sie in einem fragilen Gleichgewicht zueinander stehen und miteinander sprechen. So ergibt sich die Komposition im Prozess des Malens. Die Auswahl der Alltagsgegenstände und Objekte erfolgt nie zufällig, sondern stets steht ein theoretisches Konstrukt dahinter. Dabei ist die Vergrößerung der Objekte ein wesentlicher Teil der künstlerischen Aussage, da erst durch die gesteigerte Wahrnehmung die Bedeutungsebene deutlich wird. Ein aufgehängter, angeschnittener Apfel, bei dem man zum Kern vordringt, Bienenwaben, die schon seit dem Mittelalter mit unterschiedlichen Symbolen behaftet sind. Nichts wird dem Zufall überlassen.