Robert Arató – Quantenmalerei – 25. Juni – 27. September

Impressionen der Ausstellungseröffnung am 25.Juni 2010

AUSSTELLUNG

 Öffnungszeiten Mo-Fr. tägl. von 08.00-19,00Uhr Universität Mannheim,

 

ROBERT ARATÓ

Q U A N T E N M A L E R E I

SCHLOSS MANNHEIM, OSTFLÜGEL

Ausstellungsdauer:25. JUNI – 27.SEPTEMBER 2010

ERÖFFNUNG: FREITAG, 25. Juni . 2010, 19.00 UHR

Zu den Bildern spielen Robert Arató (Klavier) und Tomás Ruiz (Perkussion) Musik von Johann Sebastian Bach sowie freie Improvisation. Videoprojektion von Ruth Matutes, welche die Entstehung eines hyperrealen Bildes zeigt.

Der 1959 in der Slowakei geborene und auf Ibiza lebende Arató ist aufgrund der jahrelangen Zusammenarbeit mit dem Mannheimer Galeristen Werner Lauth im südwestdeutschen Raum eine bereits bekannte Größe. Hauptsächlich wegen seiner auffälligen, großformatigen hyperrealen Meereslandschaften wird er häufig als Neuerfinder des Seestücks zitiert.

Seit Herbst vergangenen Jahres stellt Arató, gleichsam als Synthese seines lebenslangen malerischen Schaffens, seine neugewonnene Sicht einer überpersönlichen, sujet- und stilübergreifenden Malerei dem internationalen Publikum vor. Nach Madrid und Paris ist die nun für das Mannheimer Schloss geplante, die umfangreichste der bisherigen Monumentalschauen. In einer gemeinsam mit seiner Gefährtin und Kuratorin Ruth Matutes und dem Galeristen Werner Lauth konzipierten Installation werden in den beiden Galeriegängen sowie dem Mittelteil des Ostflügels des Schlosses Arbeiten aus dreißig Jahren gezeigt, in einer von gestischen Pinselzeichnungen bis zum komplexen Illusionismus reichenden Bildervielfalt, darunter Gemälde von bis zu zwanzig Quadratmeter Fläche.

Neu in der Mannheimer Ausstellung ist die Einbeziehung der Elemente Musik und Video in die quantische Bilderwelt, als Möglichkeit der Synthese von Raum als Grundlage der bildenden Kunst und Zeit als Grundlage der Musik, sowie von Video als Dokument von beidem zusammen. Mit seinem Freund, dem Perkussionisten und Schlagzeuger des Joachim Kühn Ibiza-Trios, Tomás Ruiz ist für die Eröffnung als Programm Musik von Johann Sebastian Bach sowie freie Improvisation vorgesehen. Ruth Matutes stellt als eigenständiges Videoprojekt die vollständige Dokumentation der Entstehung eines hyperrealen Gemäldes vor. Diese soll über die gesamte Ausstellungsdauer fortlaufen.

Arató über sich selbst:

„Mit dem Begriff Quantenmalerei bezeichne ich mein universales Kunstideal – als eine Malerei frei von Tradition, Stil, Gegenstand oder der Absicht persönliche Befindlichkeit ausdrücken zu wollen. Wie in der Quantenphysik, beziehe ich mich auf Zustand und Tätigkeit der elementaren Energien. Die sich dabei gestaltenden Bildelemente sind nur frei wählbare Ausformungen unendlicher Möglichkeiten.

Die mir soweit bewussten sechs Elemente sind:

Erstens das Feste – die Werkstoffe der Malerei. Zweitens das Flüssige – das Malgefühl. Drittens das Gasförmige – die Bildidee. Viertens das Feurige – der Gestaltungswille. Fünftens das Liebende – die Verschmelzungskraft und sechstens das Erkennende – die Eigenständigkeit (Identität) des Erschaffenen. Diese Elemente bezeichne ich als universal, weil sie mir in allen Aspekten der Wirklichkeit entgegentreten, z.B. Wasserstoff in seinen unterschiedlichen Energiezuständen: zunächst fest (gefroren), angeregt wird er flüssig, weiter angeregt gasförmig, dann glühend, dann fusionsbereit, und letztlich in einer neuen Identität – als Helium – für uns erlebbar als Sonnenschein.“

„Malen verkörpert für mich die bestmögliche Form des Freiheitsgefühls. Es ist ein freier Liebesakt. Dabei fühle ich mich frei von Absicht und Begierde, ich konzentriere mich lediglich bestmöglich auf den Malvorgang. Es macht mir Freude zu beobachten, wie Pinsel und Farbe freie Energie in Formen und Illusionen verwandeln. Die dabei möglicherweise entstehenden Abbildungen sind lediglich eine Wahl aus unbeschränkten Möglichkeiten. Daher nenne ich meine Arbeit Quantenmalerei. Ich habe keine Absicht mit meinen Bildern etwas Bestimmtes auszusagen oder zu behaupten.“

Über Ihren Besuch der Ausstellung freuen wir uns und hoffen, Sie ebenso in unserer Galerie begrüßen zu können.