Artemova Inna

Inna Artemova

Geboren 1972 in Moskau
1989–95 Studium Architektur in Moskau (MArchI)
1995 Diplom für Architektur, ausgezeichnet mit dem 2. Platz des Architekturpreises der Russische Föderation
seit 1998 lebt und arbeitet in Berlin als freie Künstlerin.
 

Ausstellungen | Ausstellungsbeteiligungen:

  • 2011 «Flashback», Art Karlsruhe 2011, Galerie Lauth, Ludwigshafen
  • 2011 « Flashback», Galerie PopArtPirat, Hamburg
  • 2010 «07 Berliner Kunstsalon», Berlin
  • 2010 «Grenzenlos. Vielfältig. Eins», Galerie BERLINARTPROJECTS, Berlin
  • 2010 «ART FAIR TOKYO», colourblindGallery
  • 2010 «Art Karlsruhe», Galerie Lauth
  • 2009 «06 Berliner Kunstsalon», Berlin
  • 2009 «Kunstbiennale Klein-Zetelvitz»
  • 2009 «Tease Art Fair», Köln
  • 2009 «Lange Nacht der Museen», Galerie Lauth, Manncheim
  • 2009 «Art Karlsruhe», Galerie Lauth
  • 2009 Galerie Wagner+Marks, Frankfurt
  • 2008 «5 Berliner Kunstsalon», Berlin
  • 2008 «Tease Art Fair», Köln
  • 2008 «Art Karlsruhe», Galerie Lauth
  • 2007 «Kunst Zürich 07», Galerie Noack
  • 2007 «Ostrale», Dresden
  • 2007 4 Berliner Kunstsalon», Berlin
  • 2007 «Die starken Helden» Galerie Artpa, Leipzig
  • 2007 «Born in the U.S.S.R, Russische Kunst aus Deutschland», Berlin
  • 2007 «Liste Köln», Galerie Noack
  • 2007 Galerie Noack, Mönchengladbach

Man liebt die eigene Vergangenheit, man erinnert sich gern an die Kindheit. Was ist, wenn die Vergangenheit in einer Zeit verlaufen ist, die es heute nicht mehr gibt? Wenn die Werte und Ideale sich komplett geändert haben und alles was als Vorbild angesehen wurde, heute zerstört und vergessen ist. Vergessen, so schnell geht es. Wenn ich verlassene alte Fabriken sehe, läuft mir ein kalter Schauer über den Rücken. Ich stelle mir vor, wie hier gearbeitet, geglaubt und auf die Zukunft gehofft wurde. Jetzt ich bin diese Zukunft. Ich stehe in der leeren Halle und habe eine Flashback ? einen Erinnerungsblitz, eine aufblitzende Reise in die Vergangenheit. Wie war das, ein Pionier zu sein? Wie viele von diesen Erinnerungen sind die meinen? Wie viel von, dem, was ich erinnere, habe ich erlebt? Was hat mein Gehirn hinzugedichtet, was verändert oder verdrängt? Wie ist mein Blick zurück durch moderne Sehgewohnheiten beeinflusst worden? Beim Malen meiner Bilder versuche ich dem nachzugehen.

artKarlsruhe: Begegnungen mit Galeristen und Künstlern

“Textauszug”  vom  25.03.2011

Flashback von Inna Artemova

Die Erinnerungsbilder „Flashback“ (Auftauchen) von Inna Artemova haben surrealer Elemente und erinnern stark an die sozialistische Kunst – auf dem ersten Blick. Das zweite Blick zeigt, dass die Künstlerin Tatsächliches aus Vergangenheit und Gegenwart zusammen mischt . Ihre lebendige Betrachtungen finden den Ausdruck in den Räumen, die den Niedergang enthüllen. So sind Schlaglichter, wie kurze Erinnerungsblitze aus der Sowjetzeiten entstanden, die im nächsten Moment verschwunden sein können. „Die Bilder sind dabei keine Mahnmale, erheben keinen Zeigefinger, wollen lediglich auf das hinweisen, was einmal gewesen ist,“ schreibt Richard Rabensaat. Die Künstlerin wurde 1972 in Moskau geboren und hat in ihrem Heimatstadt Architektur studiert, seit 1998 lebt sie als freie Künstlerin in Berlin. Die Bilder von Inna Artemova präsentierte Galerie Lauth aus Ludwigshafen.

Aus der baltischen Rundschau, Text von Aino Siebert