Feijen Niki

Niki Feijen

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Der holländische Fotograf Niki Feijen hat sich auf die Dokumentation historischer Architektur und verlassener Gebäude spezialisiert. Zumeist sind es Gebäude, die vom unmittelbaren Verfall bedroht sind. Mit seinen Fotografien verewigt er einen Blick in die Vergangenheit.
Beim Fotografieren verwendet er keine künstlichen Lichtquellen, sondern nutzt eine subtile HDR-Technik, um das breite Spektrum des natürlichen Lichts in den wenig beleuchteten Orten einzufangen. Normalerweise kommen in einer dunklen Umgebung ohne künstliches Licht, Lichtquellen, wie Fenster, eher als weiße Flächen, verschattete Stellen als große schwarze Flächen heraus. Es ist unmöglich, ein Foto zu schießen, das beide Enden dieses Spektrums erfasst. Mit seiner HDR-Technik verwendet Niki Feijen jedoch verschiedene Aufnahmen, die es ermöglichen, ein viel breiteres Lichtspektrum einzufangen.
Das Ergebnis ist ein hyperrealistisches Foto mit einem ungewöhnlich hohen Dynamikbereich, der ansonsten nicht in einem einzigen Foto erreicht werden könnte. Das schlussendliche Bild bildet genau das ab, was man sieht, wenn man in dem jeweiligen Gebäude steht.
Im Jahr 2010 besuchte Niki Feijen die Sperrzone von Tschernobyl, der verlassenste Ort schlechthin. Vor der Atomkatastrophe hatte die Stadt Pripyat 50.000 Einwohner. Nach dem katastrophalen Atomunfall im Jahr 1986 wurde die gesamte Stadt innerhalb von 48 Stunden evakuiert, ihre Einwohner kamen nie wieder zurück. Es ist, als ob dort die Zeit angehalten wurde: Tausende von verlassenen Häusern, die immer noch mit Habseligkeiten der ehemaligen Bewohner eingerichtet sind. Mehr als 25 Jahre später ist die herrschende Stille betäubend, wie ein Schritt in einen vereinsamten Kindergarten, der noch mit Puppen, Spielzeug, Kinderschuhe und Kindergasmasken gefüllt ist. Diese Begegnung hinterließ einen unglaublichen Eindruck bei Niki Feijen. Die Stimmung dieses Ortes kann man beim Betrachten dieser Fotos nachempfinden.
Jetzt reist Niki Feijen rund um den Globus auf der Suche nach verborgenen Schätzen, die hinter „Zutritt verboten“ Schildern versteckt sind. Neugierig, was auf der „anderen Seite“ liegt, ist er auf der Suche nach einer anderen Welt. Er kommt dabei an beeindruckende und doch unheimliche Orte, wie Häuser in Geisterstädten, verlassene Anstalten, verfallende Krankenhäuser, verlassene Burgen und längst vergessene Hotels. Er fängt vergessene architektonische Meisterwerke ein, bevor sie zerfallen, einstürzen und unwiederbringlich verloren sind.
Um diese Eindrücke zu teilen, veröffentlichte Niki Feijen sein erstes Buch mit dem Titel „Disciple of Decay“ im April 2013, das innerhalb von sechs Monaten ausverkauft war. Im September 2014 wurde sein zweites Buch „Frozen“ veröffentlicht. Niki Feijens Arbeit wurde von NBC, The Huffington Post, ORF, The Daily Mail und Chase Jarvis u.a. vorgestellt. Mittlerweile sind seine Fotografien weltweit in vielen Ausstellungen zu sehen.

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