Arató Silvia (1958-2014)

Silvia Arató geb. 1958

Fachoberschule für Gestaltung, Praktikum und Kurse Fotografie, Praktikum Bühnenbild Bayrische Staatsoper, München, Praktikum Keramik, Ausbildung als Kirchenmalerin (Restauratorin/Vergolderin), Gemeinschaftsprojekt Galerie „Kunstladen“, Ingolstadt. Seit 1981  Ausstellungen in Deutschland und Spanien

Lebt und arbeitet seit 1996 auf Ibiza.

Vornehmlich mittel formatige Arbeiten auf Papier oder Leinwand mit sowohl abstrakten als auch figürlichen Motiven, die in ihrer Kraftwirkung und Ausführung häufig an Volkstraditionen Afrikas und Asiens, sowie an Urkunst erinnern. Die dabei häufig frei und im modernen Sinn angewandten Materialien und Verfahren entstammen zum großen Teil der gründlichen Kenntnis und dem hohen Werkanspruch der europäischen Tradition der Kirchenmalerei. Die verwendete Form- und Farbsprache ist der Natur verwandt. Linien, gezogen oder in nasse Farbe gekratzt, Farbfelder und -muster in breiter Vielfalt und Kombination von Auftrag und Textur erinnern vielfach an Organisations- und Wachstumsformen von Mineralien, Pflanzen und Tieren. Instinkt und Bewusstheit scheinen den Lenk- und Zufallswillen der Natur nachzuspüren und den dabei gestaltend wirkenden Prinzipien Ordnung, Auflösung, Chaos sowie Reihung, Muster, Variation zu erforschen.

Die figürlichen Arbeiten zeigen meist Tiere und Menschen als souveräne Individuen, die kaum über äußere Attribute, wohl aber durch klaren  Ausdruck von Selbstgefühl ihre Identität bekennen. Sie werden in der Regel nicht tätig dargestellt, sondern im Zustand einer durch Introspektion gewonnenen Gefühlsrealität. Häufig finden sich Individuen in Mehrzahl oder Gruppen, manchmal auch in regelmäßigen Reihen und Mustern angeordnet, welche dann Gedanken an die Begriffe Individuum und Gruppe, sowie Selbstbestimmung and Anpassung aufrufen.